Ein Plädoyer für das Wohneigentum im Wissenschaftspark Gelsenkirchen
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Rund 75 Delegierte haben sich am Samstag, den 25. April 2026 im Wissenschaftspark in Gelsenkirchen zur Diözesanverbandsversammlung des Interessenverbandes Familie und Eigentum (IFE) e.V. getroffen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aktuelle Herausforderungen rund um die Wohneigentumsbildung sowie die gesellschaftliche Bedeutung von Familie, Eigentum und Heimat.
Der Vorsitzende des Gesamtverbandes, Reinhard Stumm (Bergheim), eröffnete die Versammlung mit einem klaren Appell: In der aktuellen Diskussion um bezahlbares Wohnen dürfe die Förderung von Wohneigentum nicht aus dem Blick geraten. Wohneigentum sei nach wie vor eine der wichtigsten Formen der Altersvorsorge. „Das mietfreie Wohnen im Eigentum ist ein großes finanzielles Pfund im Alter“, betonte Stumm. Gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten biete Eigentum Stabilität und Sicherheit. Gleichzeitig verwies er auf die ungebrochene Nachfrage: Rund 75 Prozent der Familien in Deutschland wünschen sich ein Eigenheim.
Auch die Entwicklung der Mitgliederzahlen unterstreicht diese Bedeutung: In den vergangenen zehn Jahren sind dem Verband jährlich durchschnittlich rund 1.000 neue Familien beigetreten. Aktuell vertritt der IFE rund 25.800 Mitgliedsfamilien, überwiegend aus Nordrhein-Westfalen.
Die Oberbürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen, Andrea Henze begrüßte die 80 Delegierten des Verbandes in Ihrer Stadt. Sie freute sich darüber, dass der IFE Ihre Stadt als Veranstaltungsort für das wichtige Thema Wohneigentum ausgewählt hat und sprach in Ihrem Grußwort auch die Chancen und Probleme in Ihrer Heimatstadt an. Sie unterstrich aber ausdrücklich, das Gelsenkirchen – anders als es oft beschrieben wird – eine lebenswerte und grüne Stadt ist, auf die auch unbedingt junge Familien blicken sollten, die Wohneigentum anstreben.
Geschäftsführer Andreas Hesener stellte in seinem Bericht die Wertebasis des Verbandes in den Mittelpunkt. Familie, Eigentum und Heimat seien keine abstrakten Begriffe, sondern tragende Säulen des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Eigentum stehe für Verantwortung, Verlässlichkeit und den Mut, in die eigene Zukunft zu investieren. Gleichzeitig mahnte Hesener, dass der Zugang zu Wohneigentum in Deutschland zunehmend erschwert werde. Überregulierung, hohe Baukosten, steigende Kaufnebenkosten sowie bürokratische Hürden stellten für viele Menschen erhebliche Hindernisse dar. Diese Entwicklung gefährde das Aufstiegsversprechen von Vermögensbildung und sozialer Sicherheit.
Der Verband kündigte an, sich weiterhin entschieden für die Interessen von Familien einzusetzen und bessere politische Rahmenbedingungen einzufordern. Ziel sei es, Wohneigentum wieder breiteren Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen.
Im Rahmen der Versammlung fanden zudem die turnusmäßigen Wahlen der Diözesanverbände statt. In den Verbänden Essen, Paderborn und Aachen wurden neue Vorstände gewählt, die künftig die regionale Verbandsarbeit gestalten.
Wahlen:
Diözesanverband Essen:
| 1. Vorsitzender: | Stephan Peters, Essen |
| Stellvertreter: | Ulrich Herker, Bochum-Weitmar |
| Stellvertreter: | Andreas Hesener, Münster |
ferner gehören zum Vorstand des Diözesanverbands Essen:
| Lothar Schäfer, Bochum-Höntrop | Theo Imkamp, Essen |
| Heinz-Theo Haske, Hattingen | Siegfried Haske, Hattingen |
| Pastor Mirco Quint (Geistl. Beirat) |
Diözesanverband Paderborn:
| 1. Vorsitzender: | Stephan Rabe, Hamm |
| Stellvertreter: | Ralf Bosse, Hamm |
| Stellvertreter: | Andreas Hesener, Münster |
ferner gehören zum Vorstand des Diözesanverbands Paderborn:
| Manfred Hein, Minden | Hermann Klahold, Bad Driburg |
| Calin-Tiberius Negrea, Minden | Astrid Wöllhaf, Hamm |
| Pfarrer Achim Babel, Bielefeld (Geistl. Beirat) |
Diözesanverband Aachen:
| 1. Vorsitzender: | Peter Stertz, Aachen |
| Stellvertreter: | Andreas Hesener, Münster |
ferner gehören zum Vorstand des Diözesanverbands Aachen:
| Heinz Tiemann, Herzogenrath-Merkstein | Elke Kessels, Eschweiler |
| Norbert Koll, Aachen | Marcus Langels, Meerbusch |
| Adolf Kessels, Eschweiler | Gotthard Kromer, Herzogenrath |
| Ulrich Hahn, Aachen | Pfarrer Roland Klugmann, Viersen (Geistl. Beirat) |
Der Interessenverband Familie und Eigentum (IFE) mit Sitz in Münster/W. wurde 1953 gegründet und ist in den fünf nordrhein-westfälischen Bistümern Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn aktiv. Mit über 25.000 Mitgliedsfamilien zählt er zu den wichtigen Interessenvertretungen für Wohneigentum in Nordrhein-Westfalen.



